Landrat relativiert Brennverbot für pflanzliche Abfälle
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Grimmen/Stralsund/Ribnitz-Damgarten/Bergen Landrat relativiert Brennverbot für pflanzliche Abfälle

Vorpommern-Rügens Landrat Ralf Drescher rudert zurück: Das Verbrennen im März und Oktober ist weiter erlaubt - in Ausnahmefällen und entsprechend gesetzlicher Bestimmenungen.

Feuer lodern in der Trebelstadt. Das Verbrennen pflanzlicher Abfälle ist im März und Oktober weiter erlaubt.

Quelle: Raik Mielke/archiv

Grimmen/Stralsund/Ribnitz-Damgarten/Bergen. Pflanzliche Abfälle dürfen im Landkreis Vorpommern-Rügen im März und Oktober weiter verbrannt werden - in Ausnahmefälle und entsprechend gesetzlicher Bestimmungen. Dies teilte jetzt Vorpommern-Rügens Landrat Ralf Drescher mit.

Anfang Februar sorgte die Mitteilung seiner Verwaltung „Das Verbrennen pflanzlicher Abfälle ist im Landkreis nicht erlaubt!“ für heftige Reaktionen. Während sich einige Bürger freuten, im März und Oktober nicht mehr den dicken Rauchwolken ausgesetzt zu sein, hagelte es aber von den meisten Kritik am Verbot.

Landrat Drescher relativierte dieses Verbot nun. Sein Fachdienst Umwelt habe lediglich auf eine Verordnung des Landes verwiesen, dies aber leider missverstädlich.

„Das Verbrennen von Pflanzenabfällen sollte mit Einführung der Biotonne die große Ausnahme in Vorpommern-Rügen sein. Denn Fakt ist: Verbrannt werden darf per Gesetz grundsätzlich nicht, wo ein Verrotten durch Liegenlassen, ein Einbringen in den Boden oder ein Kompostieren mit anschließender Kompostverwertung möglich ist. Das gilt seit vielen Jahren“, macht Drescher deutlich. Lediglich wenn weder das Kompostieren noch die Nutzung der Entsorgungssysteme, wie Wertstoffhöfe oder die Biotonne, nicht möglich oder nicht zumutbar ist, ist das Verbrennen pflanzlicher Abfälle erlaubt. „ Beim Entscheiden über die genannte Zumutbarkeit setze ich auf eine hohe Eigenverantwortlichkeit unserer Bürgerinnen und Bürger“, sagt Drescher und fügt hinzu: „Niemand muss, wie leider in unserer ersten Meldung falsch dargestellt, eine Genehmigung für das Abbrennen von Gartenabfällen beim Landkreis einholen.“

„Das Verbrennen pflanzlicher Abfälle ist vom 1. bis 31. März und vom 1. bis 31. Oktober werktags während zwei Stunden täglich in der Zeit von 8 bis 18 Uhr zulässig. Die einschlägigen Brandschutzbestimmungen sind zu beachten. Das Verbrennen ist gesondert vom Bereitstellungsplatz der pflanzlichen Abfälle durchzuführen“, heißt es in dem entsprechenden Paragraphen der Landesverordung.

Die Landesverordung über die Entsorgung pflanzlicher Abfälle außerhalb von Abfallentsorgungsanlagen gilt für alle Kommunen, die keine weiteren Einschränkungen oder Verbote durch eine eigene Satzung festlegen.

Anja Krüger

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