Lippmann vor K.o.-Phase: Wir sind heiß und bissig
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Schwerin Lippmann vor K.o.-Phase: Wir sind heiß und bissig

SSC-Volleyballerinnen empfangen Aachen zum Meisterschafts-Viertelfinale

Louisa Lippmann – hier im Meisterschafts-Hauptrundenspiel gegen den Dresdner SC – gehört seit Saisonbeginn zum Team des SSC Palmberg Schwerin. Die 22-jährige Nationalspielerin ist aktuell „Wertvollste Spielerin“ der Volleyball-Bundesliga.

Quelle: Foto: Imago

Schwerin. Ein Sieg wäre das schönste Geburtstagsgeschenk, mit dem die Spielerinnen vom SSC Palmberg Schwerin ihren Trainer Felix Koslowski heute erfreuen würden. Und er wäre im Meisterschafts- Viertelfinale gegen die Ladies in Black aus Aachen (Anpfiff 19.00 Uhr, Palmberg-Arena) wichtig und richtungweisend. Denn mit einem Heimsieg stünden die Schwerinerinnen schon mit einem Bein im Halbfinale. Zwei Siege benötigt der Klub, um in die Vorschlussrunde einzuziehen. Sollte der SSC heute gewinnen und im zweiten Duell am Mittwoch eine Niederlage kassieren, würde es am kommenden Sonnabend in der Landeshauptstadt das Entscheidungsspiel geben.

SSC-Volleyballerinnen empfangen Aachen zum Meisterschafts-Viertelfinale

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„Jetzt geht es um die Wurst. Das muss allen klar sein“, schärft Koslowski, der heute 33 Jahre alt wird, die Sinne. Seinen Ehrentag blendet der gebürtige Parchimer komplett aus. „Darum kümmere ich mich überhaupt nicht.“

Stattdessen haben Koslowski und sein Stab die Aachenerinnen akribisch studiert: „Das ist eine wirklich sehr gute Mannschaft. Die Spielerinnen sind alle groß gewachsen und vor allem in der Offensive stark. Der Unterschied zwischen uns und ihnen ist nicht so groß, wie es die Vorrundentabelle vermuten lässt.“ Dort stand der SSC ganz oben, Aachen auf Rang acht.

Die Black Ladies reisen mit gewachsenem Selbstbewusstsein an: Sie haben in der Rückrunde der Meisterschaft sieben von neun Spielen für sich entschieden und mussten sich nur im Duell mit den Schwerinerinnen und Vilsbiburg geschlagen geben. Zuletzt lösten sie das Viertelfinalticket mit zwei souveränen Siegen gegen den Köpenicker SC aus Berlin (3:1 und 3:0).

Erfahrenste Spielerin ist die Niederländerin Femke Stoltenborg. Die 1,90 Meter große Zuspielerin hat in der Bundesliga schon für Top-Teams wie Dresden und Stuttgart gespielt. Für die Niederlande war sie in 160 Länderspielen im Einsatz. Neben Trainerin Saskia van Hintum kommen im Team der Gäste weitere sechs Spielerinnen aus dem Nachbarland. „Das ist fast ein Länderspiel Deutschland gegen Holland“, stellt Koslowski einen Vergleich an.

Unterdessen ist Louisa Lippmann voll auf die Leistung ihres Schweriner Teams fokussiert. „Wir haben regeneriert und uns gezielt vorbereitet. Jetzt wollen wir unsere gute Ausgangsposition nach der Vorrunde nutzen“, erklärt die 22-jährige Diagonalspielerin, die seit vergangenem Sommer beim SSC ist. Seitdem hat sie eine rasante Entwicklung genommen. In Dresden kam sie über die Reservistenrolle selten hinaus. In Schwerin mauserte sie sich zur Schlüsselspielerin und ist aktuell die „wertvollste Spielerin“ der Bundesliga.

Das SSC-Trainerteam hat in dieser Woche an der Feinabstimmung gearbeitet, berichtet Lippmann. „Heiß und bissig sind wir ja sowieso“, versichert die 1,89 Meter große Spielerin, die sich auf die Atmosphäre und eine hoffentlich ausverkaufte Halle freut.

„Das wird gut: Wir spielen Aachen an die Wand, und die Fans schreien sie an die Wand.“ Auch Trainer Koslowski glaubt, dass die Stimmung in der Palmberg-Arena mit ausschlaggebend sein kann. „Es macht schon Eindruck, wenn es laut ist und die Fans das Team anfeuern.“

Finanzielle Vorteile bringt das Erreichen der K.o.-Phase der Meisterschaft keiner Mannschaft. „Mehreinnahmen haben wir nur durch den Verkauf von Eintrittskarten. Aber es geht um Ruhm und Ehre – das ist ein großer Anreiz“, versichert SSC-Geschäftsführer Andreas Burkard. Und natürlich wäre ein Auftakterfolg das Geschenk, das dem Trainer an seinem Geburtstag wohl am meisten Freude bereiten würde.

Zweites Spiel in Belgien

Neben Schwerin - Aachen lauten die anderen Viertelfinals: Meister Dresden - Vilsbiburg, Potsdam - Wiesbaden und Stuttgart - Münster. Zwei Siege reichen zum Einzug ins Halbfinale. Das zweite Duell Aachen - SSC steigt am Mittwoch im belgischen Maaseik. Grund: Wegen der nicht ausreichenden Höhe der Hallendecke spielt Aachen seit Jahren mit einer Ausnahmegenehmigung. Diese gilt aber nur für die Hauptrunde und nicht für die Entscheidungsspiele.

Im Halbfinale und im Endspiel soll im Modus „best of five“ gespielt werden (drei Siege nötig). Da Schwerin international im Halbfinale um den Challenge-Cup steht, hält sich die Bundesliga die Option offen, im Modus „best of three“ spielen zu lassen.

Christian Lüsch

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