Sechseinhalb Jahre Haft für Vater wegen Babymisshandlung
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Stralsund Sechseinhalb Jahre Haft für Vater wegen Babymisshandlung

Videoaufzeichnungen dokumentieren: Ein Vater schüttelt sein Baby und hält ihm den Mund zu, weil es schreit. Seit Anfang Februar musste sich der 32-Jährige vor Gericht verantworten.

Ein Richterhammer liegt auf einem Tisch.

Quelle: Uli Deck/symbolbild

Stralsund. Für die Misshandlung seines eigenen Babys ist ein Vater zu einer sechseinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Stralsund sah es als erwiesen an, dass der 32-Jährige aus Greifswald in 13 Fällen seinen Sohn schwer misshandelt und in einem Fall auch schwer verletzt hat. Bei der Strafzumessung sei zu berücksichtigen, dass eine dauerhafte Behinderung zu befürchten sei und dass es sich bei einem Baby um ein besonders wehr- und schutzloses Kind handle, sagte die Vorsitzende Richterin am Montag bei der Urteilsverkündung. Die Staatsanwaltschaft hatte acht Jahre Haft gefordert.

Das Kind war im November 2014 mit lebensbedrohlichen Verletzungen im Uni-Klinikum Greifswald behandelt worden. Auf Druck der Mutter hatte das Paar nach dem Vorfall drei Kameras in der Wohnung installiert, die zwölf weitere Gewaltübergriffe des Vaters dokumentierten. Der Junge ist aufgrund schwerer Hirnschädigungen zu 70 Prozent schwerbehindert.

dpa/mv

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