Schneemann stoppte Zug: Jugendliche als Täter ermittelt
Klein Mittel Groß

Wesenberg Schneemann stoppte Zug: Jugendliche als Täter ermittelt

Drei jeweils 15 Jahre alte Jugendliche haben gestanden, den etwa 1,50 Meter großen Schneemann am Abend des 11. Januar auf die Gleise in Wesenberg gestellt zu haben.

Wesenberg. Die Polizei hat den Schneemann-Fall bei Wesenberg (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) aufgeklärt. Drei jeweils 15 Jahre alte Jugendliche haben gestanden, den etwa 1,50 Meter großen Schneemann am Abend des 11. Januar auf die Gleise in Wesenberg gestellt zu haben, wie eine Polizeisprecherin am Dienstag in Neubrandenburg sagte. Ihr Motiv sei „Abenteuerlust“ gewesen. Der Lokführer hatte damals am Haltepunkt „Weißer See“ eine Notbremsung eingeleitet, den Schneemann aber trotzdem umgefahren. Der einzige Fahrgast in dem Zug war nicht verletzt worden.

Die jungen Männer aus Wesenberg und Umgebung müssten sich nun wegen „gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr“ verantworten, sagte die Sprecherin. Der Lokführer hatte angegeben, das die Skulptur wegen der schlechten Sicht auch ein Mensch hätte sein können. Durch scharfe Bremsung blockierten die Radsätze und rutschten. Dadurch schliffen sich sogennate Flachstellen in die Radsäze ein.

Der Zug konnte später zwar weiterfahren, musste aber in die Werkstatt. Der Bahnbetreiber - die Hanseatische Eisenbahn GmbH (Putlitz) - schätzte den Schaden auf mindestens 5000 Euro. Auf die Spur der Verdächtigen kam die Polizei durch umfangreiche Ermittlungen und viele Hinweise. So hatte auch der Zugführer damals bei der Rückfahrt auf der Anschlussbahn mehrere junge Männer gesehen, die weiter Schneemänner am Weißen See bauten. 

dpa/mv

Voriger Artikel Nächster Artikel

Mehr zum Artikel