Lebensgefährtin stirbt bei Folter: Fünf Jahre Haft
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Neubrandenburg Lebensgefährtin stirbt bei Folter: Fünf Jahre Haft

Richter Klaus Kabisch sprach den 51-Jährigen aus Alt Rehse am Freitag der Freiheitsberaubung und der Körperverletzung mit Todesfolge schuldig.

Neubrandenburg. Das Landgericht Neubrandenburg hat einen Angeklagten, der seine Lebensgefährtin zu Tode folterte, zu fünf Jahren Haft verurteilt. Richter Klaus Kabisch sprach den 51-Jährigen aus Alt Rehse am Freitag der Freiheitsberaubung und der Körperverletzung mit Todesfolge schuldig. Nach Auffassung des Gerichts fesselte der Mann im Juni 2016 seine Lebensgefährtin nackt ans Bett, folterte sie mit einer Peitsche und gab ihr so lange kein Essen und Trinken, dass sie schließlich starb. Die Leiche wurde erst zwei Monate später in seinem Haus entdeckt.

 

Der Angeklagte hatte vor Gericht zu den Vorwürfen geschwiegen. In seinem letzten Wort erklärte er aber, es sei ein Fehler gewesen, damals nicht den Notarzt geholt zu haben. Die 32 Jahre alte Frau aus Rheinland-Pfalz war durch eine TV-Show bekannt geworden und hatte den Mann per Internet kennengelernt. Sie wurde bei Amtsgeschäften gerichtlich betreut.

dpa/mv

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